Asylbewerber Habib Rezaye berichtet über den Ramadan 07/2016

Im katholischen Religionsunterricht lernen die Schüler neben den Glaubensinhalten der eigenen Religion auch die Grundgedanken und Riten anderer Glaubensrichtungen kennen. Deshalb befassten sich die Schüler der Klasse 4a zusammen mit Religionslehrerin Teresa Isenberg in den letzten Wochen mit der Lehre des Propheten Mohammed und sammelten Informationen über den Fastenmonat Ramadan.

Dabei steigerte sich das Interesse einiger Schüler so stark, dass sie vorschlugen, doch gleich einen Wegscheider Asylbewerber in den Unterricht einzuladen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. Von Habib Rezaye aus Afghanistan erfuhren die Schüler nun genau, dass die Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang fasten und sich Gläubige nördlich des Polarkreises, wo die Sonne im Sommer nicht untergeht, nach den Zeiten der Heiligen Städte Mekka und Medina richten. Das Fasten betrachten die Muslime als Gottesdienst, bei dem sie mehr an Gott denken, zugleich legen sie aber auch großen Wert auf das Zusammensein mit der Familie und Freunden, wenn sie abends gemeinsam die Speisen teilen. Das Ende des Fastenmonats feiern alle Muslime ausgelassen mit dem Zuckerfest. Neben diesen Informationen zur islamischen Fastenzeit gab Habib Rezaye den Schülern noch weitere Einblicke in den arabischen Kulturkreis, übersetzte einige Sätze der Schüler in seine Landessprache und schrieb die Schülernamen in arabischer Schrift an die Tafel.

Text und Bilder: Martin Hofbauer